Mittwoch, 01. Dezember 2021

Informationen zur Infektionskrankheit Ebola


Allgemeines

Ebola ist eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Sie gehört zu den sogenannten viral hämorrhagischen Fiebererkrankungen und wird durch das Ebolavirus verursacht. Die Gattung Ebolavirus wird in fünf Virus-Arten unterteilt.
Beim aktuellen Ausbruch in Westafrika handelt es sich um das Zaire-Ebolavirus. Die Ebolafieber-Epidemie, die 2014 in mehreren Ländern Westafrikas ausbrach, gilt nach der Zahl der erfassten Erkrankungen und Todesfälle als bislang größte ihrer Art. Nach offiziellen Angaben wurden im Verlauf dieser Epidemie bisher einschließlich der Verdachtsfälle rund 8400 Erkrankungs- und 4000 Todesfälle identifiziert, wobei die Dunkelziffer vermutlich deutlich höher liegt.


Auszug aus einer Zusammenfassung des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de):

„Menschen und Tiere können sich bei Kontakt mit Flughunden mit dem Ebolavirus infizieren. Auch bei Kontakt mit infizierten Tieren oder infektiösen Tierprodukten kann das Ebolavirus auf den Menschen übergehen, z.B. bei der Jagd, bei der Fleischzubereitung oder beim Verzehr von nicht ausreichend gegartem Fleisch, das von Tieren aus betroffenen Gebieten stammt.
Auch von Mensch zu Mensch kann das Ebolavirus übertragen werden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt über direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten der Erkrankten, z.B. Blut, Speichel, Schweiß, Urin, Stuhl, Erbrochenes oder über Gegenstände, die mit infektiösen Flüssigkeiten in Kontakt gekommen sind, z. B. Nadeln, Operationsbesteck, Bettwäsche.
Der Leichnam eines Ebola-Patienten ist ebenfalls noch infektiös und kann daher bei Kontakt eine Gefahrenquelle darstellen.
Die Inkubationszeit beträgt mindestens zwei, meist jedoch acht bis zehn Tage, und nach 21 Tagen kann man davon ausgehen, dass nicht mehr mit einer Erkrankung zu rechnen ist“.


Auszug aus dem Rundblick Nr. 186:

„Die Sorge um eine mögliche Infektion mit dem inzwischen weltweit grassierenden Ebola-Virus hat jetzt auch Niedersachsen erreicht. Zum Schutz von Flüchtlingen in den Erstaufnahmeeinrichtungen Bramsche, Braunschweig und Friedland richtet Niedersachsen eine „Strategiegruppe Ebola“ ein. Eine entsprechende Anweisung hat Innenminister Boris Pistorius jetzt erteilt. Es habe bislang zwar noch keine Fälle in den Aufnahmelagern gegeben. Aber man wolle auf diesen Ernstfall vorbereitet sein, sagte der Innenminister am Montag in Hannover. An der Strategiegruppe beteiligt werden das Rettungswesen, die Polizei sowie der Brand- und Katastrophenschutz. Die Anweisung sieht außerdem vor, dass die Gesundheitsstationen in den Aufnahmeeinrichtungen künftig rund um die Uhr geöffnet sind und dass separate Räume für die Untersuchung von potenziellen Ebola-Patient/innen eingerichtet werden. Das Gesundheitspersonal – Ärzt/innen und Pflegekräfte – sollen entsprechend geschult werden. Sollten tatsächlich Ebola-Erkrankungen auftreten, sollen diese Patient/innen aber in das Behandlungszentrum Nord in Hamburg überwiesen werden“.


Sonstiges:

Grundsätzlich stehen im Zuständigkeitsbereich der PD Göttingen in folgenden Kliniken / Krankenhäusern jeweils Plätze auf einer Isolierstation für max. 48 Stunden zur Verfügung:

  • Uniklinikum Göttingen (Zwei Plätze)
  • St. Bernward Krankenhaus Hildesheim (Zwei Plätze)

Sollte sich ein Verdachtsfall bestätigen, erfolgt anschließend eine Überweisung in das Behandlungszentrum nach Hamburg.


Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Anhängen


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Freiwillige Feuerwehr Stadt Hann. Münden
Ortsfeuerwehr Hann. Münden
OrtsBM Eike Schucht

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