Mittwoch, 20. Oktober 2021

4-Tagesfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern vom 16.-19.06.2005


Donnerstag, 16. Juni

Um 6.45 starteten wir, nach dem alle Mitreisenden an Bord des Reisebusses der Fa. Kreger waren, zu unserer diesjährigen 4 Tagesfahrt, die uns nach Norddeutschland in das Bundesland Mecklenburg – Vorpommern führen sollte.<

Die Fahrt ging über die Autobahnen A7 nordwärts bis zum Salzgitter Dreieck, dann Richtung Braunschweig zur A2 Richtung Berlin. Gegen 9.00 Uhr wurde auf dem Parkplatz „ Königslutter “ das schon obligatorische zünftige Frühstück am Bus eingenommen welches von drei Mitgliedern der Seniorenkameradschaft gespendet wurde die in diesem Jahr 65 und 70 Jahre alt geworden sind.

Anschließend fuhren wir weiter auf der A2 bis zum Dreieck Werder und bogen hier in Richtung Nord ab zur A10 und A24 bis zur Anschlussstelle Neuruppin. Hier fuhren wir von der Autobahn ab um in Neuruppin, der Stadt in der 1819 Theodor Fontane geboren wurde, eine einstündige Pause einzulegen. Im Tempelgarten, der auf dem nördlichen Stadtwall gelegen ist und von dem preußischen Kronprinzen Friedrich (König Friedrich II) angelegt wurde, konnten wir uns an der schönen Parkanlage erfreuen und auf der Gartenterrasse der Gentzschen Villa den hausgebackenen Kuchen und Kaffee genießen.

Weiter ging die Fahrt durch das Ruppiner Land auf herrlichen Alleenstraßen vorbei an Seen und über Kanäle nach Rheinsberg. Die Stadt liegt am Grienericksee und ist das touristische Zentrum des Ruppiner Landes. Der preußische König Friedrich der Große verlebte im Schloss Rheinsberg glückliche Jahre als Kronprinz. Theodor Fontane und Kurt Tucholsky berichteten über diese Stadt. Die Wiederherstellungsarbeiten am Schloss sind so weit fortgeschritten, dass das Schloss in seiner herrlichen Parkanlage eine echte Augenweide ist.

Nach Besichtigung der Schlossanlage fuhren wir weiter über Neustrelitz nach Neubrandenburg um im Hotel am Ring Quartier für drei Nächte zu beziehen. Das Hotel liegt am Rand der Innenstadt die durch eines der vier Stadttore in wenigen Gehminuten zu erreichen ist.

Mit einem guten Abendessen im Hotel wurde der erste Reisetag beendet.


Freitag, 17. Juni

Nach dem Frühstück wurden wir von einem örtlichen Reiseleiter begrüßt, der uns den ganzen Tag begleitet hat und uns viel interessantes über seine Heimat Mecklenburg – Vorpommern (M-V) berichtete. Begonnen haben wir mit einer Stadtführung zu Fuß durch den Innenstadtbereich in Neubrandenburg.

Die Stadt Neubrandenburg, die man auch die Viertorestadt nennt, ist die drittgrößte Stadt in M–V und hat derzeit 68 680 Einwohner. Sie ist umgeben von einer vollständig erhaltenen kreisförmigen Stadtmauer mit 4 Stadttoren. Diese sind Bestandteil dieser mittelalterlichen Wehranlage mit Türmen, Wiekhäusern (Wachhäusern), Gräben und herrlichen alten Eichen.

Wie viele deutsche Städte so wurde auch Neubrandenburg zum Ende des 2. Weltkrieges (April 1945) durch Feuer und Kampfhandlungen bis zu 80 % im innerstädtischen Bereich zerstört. Danach von den Bürgern wieder aufgebaut, jedoch den damaligen wirtschaftlichen Zwängen folgend und anderen architektonischen Gesichtspunkten.

Am Denkmal für die Bäckersfrau „Mudder Schulten“, die dem Landesherrn eine Strafpredigt hielt, weil er seine Backwaren nicht bezahlen wollte, und dem Denkmal von Fritz Reuter, der von 1856 bis 1863 in Neubrandenburg lebte, wurde halt gemacht. Besonders interessant war der Besuch der Marienkirche. Mit ihren hohen Turmspitzen ist sie neben den 4 Toren das Wahrzeichen Neubrandenburgs. Sie wurde 1298 feierlich geweiht. Diese Kirche wurde im 2. Weltkrieg so zerstört, dass nur die Außenmauern und Teile des Turmes erhalten blieben. Nachdem die Kirche wieder aufgebaut war wurde sie von der Kirchenverwaltung an die Stadt verkauft. 1996 erfolgte das Ausschreiben eines internationalen architektonischen Wettbewerbs, der den Ausbau der Marienkirche zu einer Konzerthalle vorsah. Im Juli 2001 wurde die Konzertkirche feierlich eingeweiht und ist Heimstadt der Neubrandenburger Philharmonie.

Nach der Stadtführung fuhren wir weiter nach Ankershagen um das Heinrich – Schliemann – Museum zu besuchen. Heinrich Schliemann der als der Entdecker von Troja gilt hat hier seine Kindheit verlebt. 1980 wurde im ehemaligen Elternhaus des Archäologen dieses Museum eingerichtet. Viele Details über sein Leben und die Ausgrabung von Troja wurden uns aufgezeigt.

Weiter ging die Fahrt zur Stadt Wahren an der Müritz. Von Wäldern und Seen umgeben liegt die 22 000 Einwohner zählende Stadt mitten in der Mecklen-burgischen Seenplatte.

Ein Stadtrundgang durch die Fußgängerzone zum Marktplatz und ein Spaziergang an der Strandpromenade hat uns die Schönheit des wieder erstandenen Luftkurortes aufgezeigt. Danach trafen wir uns wieder an der Schiffsanlegestelle um auf der kleinen Müritz und dem Kölpinsee eine ca. anderthalbstündige Fahrt mit einem Fahrgastschiff zu unternehmen. Gegen 17.00 Uhr traten wir die Rückfahrt zum Hotel in Neubrandenburg an. Nach dem Abend- essen versuchten einige das „Nachtleben“ der Stadt zu erkunden aber sehr aufregend war es nicht.


Samstag, 18 Juni

Um 8.00 Uhr starteten wir zur Insel Usedom. Die Fahrt ging über die Bundesstraßen 96 und 111 nach Wolgast. Hier ging die Fahrt vom Festland über eine neue Brücke für den Strassen- und Schienenverkehr auf die Insel Usedom. Unser erstes Ziel ist das Historisch- Technische Informationszentrum Peenemünde.

Der gelungene Start der ersten Fernrakete der Welt in der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde besiegelte 1942 einen der spektakulärsten, aber auch gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts. Im Museum vermittelten eine Menge von Dokumenten, Originalteilen und Modelle eine Vorstellung von der Arbeit und den Arbeitsbedingungen der Peenemünder Spezialisten und Arbeiter sowie von den verheerenden Folgen der neuen Waffe. Darüber hinaus zeigt das Museum Flugzeuge, Hubschrauber und ein Raketenschiff der ehemaligen Volksarmee, die das Gelände bis zur Wende nutzte.

Weiter ging die Fahrt auf dem Landrücken zwischen Achterwasser und Ostsee vorbei an bekannten Badeorten wie Zinnowitz, Kölpinsee, Ückeritz und Bansin nach Heringsdorf. Der mehrstündige Aufenthalt gab jedem die Gelegenheit das durch die Bäderarchitektur geprägte Seebad auf seine weise zu erkunden. Ein herrlicher Anblick waren die wieder instandgesetzten Sommervillen. Aber das schönste ist die Seebrücke, die seit 1995 wieder 500 m ins Meer hinaus führt. Sie lockt mit Geschäften, Restaurants, Kino, Galerie und einem Muschelmuseum viele Gäste an.

Eine Promenade verbindet Heringsdorf mit den Orten Bansin und Ahlbeck das unmittelbar an der Deutsch – Polnischen Grenze liegt. Die Rückfahrt führte uns auf den Bundesstrassen 110 und 199 über die Orte Ahlbeck, Usedom und Anklam zurück nach Neubrandenburg. Nach dem Abendessen unterhielt uns die Laienspielgruppe „Mudder Schulten“ mit Liedern, Gedichten und Geschichten aus der Region. Anschließend besuchten noch einige das Eröffnungskonzert vom NDR1 zum Tag der Mecklenburg – Vorpommern auf dem Marktplatz.


Sonntag, 19.Juni

Nach dem Verladen der Koffer und der morgendlichenSchlacht am Frühstücks- buffet traten wir die Heimreise an. Erste Station war die Landeshauptstadt Schwerin. Eine Stadtführerin zeigte uns die Schönheiten der Stadt auf. Schwerin liegt an einem 60 km² großen See, der teilweise bis in die Innenstadt reicht. Das Stadtbild zeugt noch heute von der wechselvollen Geschichte der Stadt. Große repräsentative Gebäude prägen das Bild der Innenstadt. Besonderes Interesse galt dem Gebäude- ensemble am Markt mit dem gotischen Dom, dem barocken Rathaus und dem klassizistischem Säulengebäude. Beim Rundgang um das Schweriner Schloss und Besichtigung der Gartenanlage bekamen wir einen Eindruck von der Einmaligkeit dieser schönen Anlage. Wir stellten fest, Schwerin ist eine Reise wert. Die Stadt lädt ein zum Kennenlernen und Verweilen.

Die weitere Rückfahrt ging vorbei am Schloss Ludwigslust – durch das Wendland – Uelzen – Gifhorn und Braunschweig.

Eine schöne Reise mit vielen neuen Eindrücken für die Feuerwehr Senioren Kameradschaft und ihre Gäste ging zu Ende. Dieses Mal hatte der Wettergott Verständnis und bescherte uns, bis auf einen Regenschauer bei der Stadtführung in Neubrandenburg, gutes Reisewetter.

Abschließend ist zu bemerken, das unser Reiseleiterteam Ingetraut und Walter die Reise gut ausgesucht und vorbereitet hatten und es bei der Durchführung keinen Grund zu Beanstandungen gab.

Jürgen Buch


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Freiwillige Feuerwehr Stadt Hann. Münden
Ortsfeuerwehr Hann. Münden
OrtsBM Eike Schucht

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